KHD-FuB-Übung im Bezirk (27.03.2011)

Am Samstag, 26.03.2011, fand im Bezirk Leibnitz die jährliche Übung der KHD-Einheiten des Bezirkes Radkersburg statt. Auf jährlich rotierender Basis wird dabei entweder im Bezirk Radkersburg oder im Bezirk Leibnitz geübt. Die ortsansässigen KHD-Führungskräfte konstruieren das Einsatzszenario und die jeweils „fremden“ Einheiten werden beübt.


Doch was bedeutet überhaupt KHD?

Der Katastrophenhilfsdienst (KHD) ging aus dem Feuerlösch- und Bergedienst (FuB-Dienst) hervor und dient dazu bei Großschadensereignissen Feuerwehren überörtlich einzusetzen. Dazu werden in jedem Bezirk 5-7 Züge gebildet, die aus Fahrzeugen von unterschiedlichen Feuerwehren bestehen. Wichtiges Augenmerk wird dabei darauf gelegt, die Einsatzbereitschaft im gesamten Bezirksgebiet aufrecht zu erhalten. Im Einzelfall bedeutet dies, dass immer genügend Einheiten in ihren Rüsthäusern stationiert bleiben um auf jeden möglichen Schadensfall angemessen reagieren zu können.

Die KHD- Einheiten sind im Besonderen für länger andauernde Einsätze konzipiert um die örtlichen Einsatzkräfte zu entlasten. Die Notwendigkeit dieser Kräfte hat sich in der Steiermark bereits bei Katastrophen wie Hochwasser oder unverhältnismäßig starkem Schneefall gezeigt und ihre Schlagkräftigkeit bewährt. [1, 2]


Vergangenen Samstag nahm die FF Hainsdorf-Brunnsee mit dem MTF und OLM Karl Friedl sowie HBI Leo Unger, der als S2 eingeteilt war teil. Kamerad Friedl war als Fahrer für den Kommandanten des Zuges 2 HBI Thomas Pichler eingeteilt.


Dieser Zug setzt sich aus folgenden Kräften zusammen:

  • MTF Hainsdorf-Brunnsee
  • KLF Mettersdorf
  • LF Zehensdorf
  • KLF Oberschwarza
  • KLF Pichla b. Mureck
  • RLF-1000 Weitersfeld
  • KLF Priebing


Das Einsatzszenario für den Zug 2 stellte sich wie folgt dar! Es gab einen Brand einer Landwirtschaft in Wagendorf, wobei eine Person auf einem Silo festsitzt und sich nicht mehr aus eigener Kraft in Sicherheit bringen konnte. Die Aufgaben des Zuges 2 bestanden darin, die Person zu retten, die Ausbreitung des Brandes auf die in unmittelbarer Nähe liegenden Nachbargebäude zu verhindern und den ursprünglichen Brand zu löschen.

HBI Leo Unger war in der Zwischenzeit in der Einsatzleitung tätig. Diese wurde stationär beim Rüsthaus der FF Wagendorf aufgebaut und durch das ELF des Bezirksfeuerwehrverbandes Radkersburg unterstützt.

Als S2 eingeteilter Funktionär musste HBI Unger den Überblick über die Schadenslage behalten und die anwesenden Offiziere besonders bei Besprechungen auf dem Laufenden halten. Diese Informationen, sowie die Auskünfte der anderen Personen im Führungsstab (S1-S6), sind die Grundlage der Entscheidungen, die der KHD-Kommandant BR Johann Edelsbrunner trifft.


Die Übung stellte alle Mitwirkenden vor eine große Herausforderung. Um diese zu meistern musste jeder sein Bestes geben. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen waren für die Übungsteilnehmer sehr wertvoll und können für zukünftige Einsätze genutzt werden.


Bilder erstellt von HBI d.V. Martin Roschker (BFV Radkersburg) und Bernhard Lach (FF Hof b. Straden).


[1] vgl. o.V. (2011): www.feuerwehr-angern.at/khd.html (27.03.2011)

[2] vgl. o.V. (2001): www.ff-boeheimkirchen.at/katastrophenhilfsdienst.html (27.03.2011)

draeger

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