Die heurige Strahlenschutzübung wurde am 08.12.2006 im Trainingsgelände der Austrian-Airlines in Wien Schwechat durchgeführt.

Übungsannahme war, dass ein Flugzeug nach einer Notlandung in eine Halle gerollt ist und es eine Menge an verletzten Personen gibt. Es wurde Abschnittsalarm ausgelöst, nachdem die FF Mistelbach die FuB-Bereitschaft hatte wurde der Einsatz von der FF Mistelbach geleitet. Gleichzeitig wurde bei den Rettungsorganisationen Großalarm ausgelöst. Nachdem die ersten Einsatzkräfte zum Cockpit vorgedrungen waren, wurden sie vom Kapitän informiert dass es bei der Fracht auch radioaktive Fracht gibt. Daraufhin wurde der Strahlenstützpunkt alarmiert.

Unsere Strahlenschutztrupps wurden in zwei Aufgabenbereiche aufgeteilt, ein Spürtrupp mit der Schutzbekleidung der "Schutzstufe 2" und leichtem Atemschutz ausgerüstet und mit dem Auftrag die Gepäckstücke zu suchen beauftragt. Dabei musste festgestellt werden ob es sich um einen offenen oder geschlossenen Strahler handelt, sowie die entsprechende Absperrung durchzuführen.

Gleichzeitig wurde ich vom Einsatzleiter informiert, dass zwei der geborgenen Personen zwischen den Frachtstücken lagen und mit radioaktivem Material in Berührung gekommen sein konnten. Daraufhin wurde der zweite Spürtrupp mit Einweganzüge "Typ 4" und leichtem Atemschutz ausgerüstet und die beiden verletzten Personen von den anderen separiert um eine mögliche Kontamination zu messen. Beide waren negativ und somit war eine Dekontamination nicht notwendig.

Um 10.10 Uhr wurde mir vom Spürtrupp gemeldet das zwei gekennzeichnete Frachtstücke gefunden wurden. Es handelt sich hierbei um ein Paket der "Kategorie I" und ein Paket der "Kategorie II" und es gab keine offenen Strahlenquellene. Beide Frachtstücke wurden mit einem Absperrband gesichert, weiters wurde um den Frachtbereich eine zusätzliche Absperrung angebracht. In diesem Augenblick wurde ich, OBI Leo UNGER, informiert, dass beim Abgleichen der Passagierliste noch zwei Personen fehlten. Somit wurden wir beauftragt den Frachtbereich nochmals zu durchsuchen. Um 10.18 Uhr konnten wir noch zwei Kinder unter den Schachteln finden die wir zusätzlich auf Kontamination untersuchten.

Um 10.40 Uhr war der Einsatz abgeschlossen.

Es war für uns sehr interessant mit Einsatzorganisationen in einem anderen Bundesland zusammen zu arbeiten.

Als größten Mangel sahen wir, dass es keinen Einsatzleiterstab gab und der Feuerwehreinsatzleiter optisch nicht zu erkennen war, somit musste er immer gesucht werden. Als Strahlenschutz-Stützpunkt konnten wir einen sehr professionellen Eindruck hinterlassen, der uns auch von allen Seiten bestätigt wurde.


Folgende Kameraden von unserer Feuerwehr haben daran teilgenommen:

  • BI Franz Liebmann (Kommandant)
  • HBI Kurt Kern (Spürtrupp-Kdo)
  • HLM Gerhard Maier (Deko-Kdo)
  • OBI Leo Unger (Spürtrup)
  • OLM Karl Friedl (Spürtrup)
  • HLM Erich Kern (Deko-Trupp)
  • HLM Walter Oswald (Melder)

 

draeger

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